#1 (permalink)  
Alt 29.11.2007, 21:26
skógur
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Runen?

Seid gegrüßt!

Nach und nach beginne ich das Konstrukt der germanischen Mythologie und die Zusammenhänge mit unserer Welt zu begreifen. Eine Sache jedoch hat sich mir bisher noch nicht erschlossen: die Runen. Was sind sie? Ich beziehe mich jetzt nicht auf das Orakel, denn ich weiß dass jede Rune eine bzw. mehrere bestimmte Bedeutungen hat und ich durch legen bzw. ziehen von mit Runensymbolen beschrifteten Steinen oder, traditionell, Buchenstäben einen Zusammenhang aus den gelegten/gezogenen Runen ersehen kann, der mir eventuell einen Denkanstoß gibt wie meine Zukunft aussehen könnte. Nein, ich meine die Runen an sich! Was genau bedeutet der Vorgang, als Odin die Runen durch sein großes Selbstopfer fand? Was genau bedeutet es, wenn man sagt, ein Mensch besitzt eine oder mehrere bestimmte Runen? Wie wendet man Runen an, wenn man sie besitzt? Wie erhält man sie und weshalb können sie einem wieder entwendet werden?
Irgendwo las ich mal, dass eine Rune zu besitzen bedeutet, besondere, an Wunder grenzende Fähigkeiten zu haben. Doch das leuchtet mir auch nciht ganz ein. Wer kann es mir sachlich und verständlich erklären?

EDIT:
Im Internet auf ! TIVAR - Die Mythologie der Germanen fand ich folgende Textstelle dazu:

Zitat:
Die schon behandelte Eigenart der Runenmagie als die Änderung des gefügten Ablaufes der Dinge paßt hierzu aufs Beste. Denn der Begriff des Wunders ist im alten Sinn immer ein Beinflussen der Normalität, wodurch der Lauf der Dinge in gewisser Weise durchbrochen, geändert und damit neu arrangiert wird. Ein weiterer Aspekt des Runenkunde liegt darin, daß man zu Erkenntnissen schließlich gerade dadurch gelangt, das man das wesentliche einer Sache erfaßt und begriffen hat ("die Rune ist die Seele des Dinges" = Meyer). So gesehen sind innovative Menschen, - sofern sie etwas selbständig - oder durch Vermittlung im Grundsatz erkannt haben, im alten Sinne "runenkundig" (freilich ohne eine magische Symbolik zu benötigen). Der Unterschied zur alten Sichtweise der Dinge liegt allerdings in der grundsätzlichen Einstellung und Beziehung zur Welt: der Unterschied, den ich bereits im Prolog als quantitative und qualitative Sichtweise erwähnt habe: Während innerhalb einer quantitativen Betrachtungsweise das deterministische Experiment herangezogen wird, findet in einer qualitatiten Betrachtung Erkenntnisfortschritt eher durch emphatisches Einfühlungsvermögen statt.
Somit erklärt sich auch die Metapher mit den 9 Nächten, die Odin am Baum hing fast wie von selbst: es verdeutlicht den schweren und langen Weg, den man zu gehen hat, bis man dies erkennt und somit runenkundig wird. Es sagt schlicht aus, dass man einen langen Weg zu gehen hat, sich konzentrieren muss und auch bereit sein muss, Opfer zu bringen, wenn man wirklich in einer Sache gut sein möchte und somit dieser einen bestimmten Rune (=Fähigkeit) kundig wird und ihre Seele erkannt hat. Man kann dann das Wyrd (d.h. den Lauf der Dinge) durch seine speziellen Fähigkeiten verändern wie es einem nicht kundigen Individuum nicht möglich wäre. Man vollbringt somit etwas großes, etwas magisches.

Geändert von skógur (30.11.2007 um 17:20 Uhr).
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  #2 (permalink)  
Alt 02.01.2009, 16:46
Rabenfürst
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Ich hab durch die Suchfunktion kein besseres Thema gefunden in der ich meine Frage stellen könnte und ein neues Thema wegen einer Banalen frage zu eröffnen, fand ich ziemlich sinnlos und nun hab ich schon mehr geschrieben als ich eigentlich wollte

Also meine Frage: Gibt es nachweislich Satzzeichen im Zusammenhang mit Runen? Also etwas wie ein Fragezeichen oder einen Punkt?

Rabenfürst
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  #3 (permalink)  
Alt 02.01.2009, 16:51
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Hey,
Wörter wurden meist durch Punkte oder Striche voneinander getrennt aber Satzzeichen wurden meines Wissens nicht verwendet. Manchmal wurden ja auch aus platzgründen mehrere Runen ineinander geschrieben. Binderunen halt.
__________________
Liebe Grüße,
Nidi/Melina


"Aus Asche wird Feuer geschlagen
Aus Schatten geht Licht hervor
Heil wird geborstenes Schwert
Und König, der die Krone verlor"


...R.I.P. 27.08.2006 ~ Du fehlst so, guter Freund!

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Fantasie ist wichtiger als Wissen. Wissen ist begrenzt, Fantasie aber umfasst die ganze Welt.
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  #4 (permalink)  
Alt 02.01.2009, 18:48
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Ich hab zwar keine Ahnung, aber ich habe öfters Runen mit 3 Punkten übereinander getrennt gesehen.
Satzzeichen gibt es aber meines WIssens nicht...
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my eyes bleed for you my star,
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but why did you had to fly so far
I raged and it tore me apart
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wherever I might go
you will know...
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  #5 (permalink)  
Alt 03.01.2009, 17:22
Rabenfürst
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Alles klar, und danke für die Antworten

Rabenfürst
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  #6 (permalink)  
Alt 01.04.2010, 21:35
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Windsbraut Windsbraut ist offline
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Runenbesitzen...

Zitat:
Irgendwo las ich mal, dass eine Rune zu besitzen bedeutet, besondere, an Wunder grenzende Fähigkeiten zu haben. Doch das leuchtet mir auch nciht ganz ein. Wer kann es mir sachlich und verständlich erklären?
Du kannst die Runen nicht "besitzen", SIE "besitzen" dich wenn es so weit ist.
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  #7 (permalink)  
Alt 07.08.2010, 20:12
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Windsbraut Windsbraut ist offline
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Zitat:
Nach und nach beginne ich das Konstrukt der germanischen Mythologie und die Zusammenhänge mit unserer Welt zu begreifen.
Was hast du für ein Glück, ich werd noch ganz irre von den vielen Götternamen die manchmal für ein und dem selben Gott gelten. Odin hat unendliche viele davon.

Zitat:
Eine Sache jedoch hat sich mir bisher noch nicht erschlossen: die Runen. Was sind sie? Ich beziehe mich jetzt nicht auf das Orakel, denn ich weiß dass jede Rune eine bzw. mehrere bestimmte Bedeutungen hat und ich durch legen bzw. ziehen von mit Runensymbolen beschrifteten Steinen oder, traditionell, Buchenstäben einen Zusammenhang aus den gelegten/gezogenen Runen ersehen kann, der mir eventuell einen Denkanstoß gibt wie meine Zukunft aussehen könnte. Nein, ich meine die Runen an sich!
Dazu vielleicht eine kleine Begebenheit, als ich mit den Runen wieder anfing.
In einem Traum stand ich in einen Raum der vorne und an den Seiten durchsichtig war und als ich nach draussen sah, war es Nachtdunkel und es schwebten kilometerlange DNS Stränge an mir vorbei, die alle gefüllt waren mit Runenzeichen.
Die Runen sind so tief in uns verankert, dass sie in unseren Genen, sichtbar oder unsichtbar, psychische Reaktionen in uns auslösen, eine Art von "Erkennen".

Zitat:
Was genau bedeutet der Vorgang, als Odin die Runen durch sein großes Selbstopfer fand? Was genau bedeutet es, wenn man sagt, ein Mensch besitzt eine oder mehrere bestimmte Runen?
Da geht es vielleicht um die Geburts.- und Namensrune?



Zitat:
Wie wendet man Runen an, wenn man sie besitzt? Wie erhält man sie und weshalb können sie einem wieder entwendet werden?
Entwendet??
Wohl eher, wenn ich den Namen meines Partners anßnehme und dann eine Andere Rune meine Namensrune wird

Windsbraut
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  #8 (permalink)  
Alt 29.08.2010, 12:47
Skinir
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Zitat:
Zitat von Windsbraut Beitrag anzeigen
Wohl eher, wenn ich den Namen meines Partners anßnehme und dann eine Andere Rune meine Namensrune wird
Windsbraut
Das ist ein spannendes Thema.
Ich habe eigentlich zwei Vornamen, einer davon der Rufname - und dieser war über Jahre hinweg mein Vorname. Vor etwa 10 Jahren wurde mir aber der zweite bewusst und ich habe ihn begonnen auch anzuwenden und damit zu unterschreiben und im Nachhinein wurde mir klar, dass damit auch eine Wandlung meiner Lebensumstände und Verhaltensmuster einhergegangen war.

Wie geht es den verheirateten Frauen hier, die ihren Namen geändert hatten? Passen die Namensrunen besser oder weniger gut?

lg
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  #9 (permalink)  
Alt 29.08.2010, 21:18
Benutzerbild von Windsbraut
Windsbraut Windsbraut ist offline
Stammeskrieger
 
Registriert seit: 23.03.2010
Ort: Hamburg
Beiträge: 722
Das ist wirklich ein tolles Thema.
Ich wurde in jungen Jahren mit einem "Kosenamen" angesprochen.
Eigentlich heiße ich Baerbel- Edith, damals genannt Babsi oder Babsy. So fühlte ich mich dann auch über viele Jahre, wie eine Babsy.
Heute verweigere ich jedem die Aufmerksamkeit der mich nicht Barbara nenn.
Dafür habe ich mich entschieden, als ich "erwachsen" wurde.
(Lieberspät als nie )
DAS ist dadurch ein ganz anderes Selbstgefühl. Ich BIN Barbara, nicht Babsy.
Wenn ich Babsy in der Namensrune ausdrücke,
dann ist das- 13= Eiwaz= Lebensbaum,Ausdauer, durch die Anderswelt reisen, was ist der Sinn meines Lebens.
Jetzt als Barbara bin ich- 14= Perthro= Geheimnis, Sorglosigkeit, Quelle der Weisheit u. de. kosmischen Gesetze, schöpferische Kraft.
Nun wendet sich mein Leben im Herbst meines Lebens noch mal. Da denke ich glatt nochmal über eine Namensänderung nach.
Windsbraut
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  #10 (permalink)  
Alt 30.08.2010, 13:25
Benutzerbild von Skaldin
Skaldin Skaldin ist offline
.....zu gut für diese Welt
 
Registriert seit: 07.10.2005
Ort: westlich von München
Beiträge: 3.479
Jetzt mußte ich ehrlichgesagt erstmal zum Thema "Namensrune" googeln, denn mit dem Thema hatte ich mich getreu dem Motto "Namen sind Schall und Rauch" noch gar nicht befaßt.

Erstaunlicherweise habe ich aber festgestellt, daß sowohl bei meiner früheren als auch bei der nach der Hochzeit zutreffenden Namensrune wahre Aspekte dabei sind. Die alte beschreibt mich in jüngeren Jahren, die neue paßt auf meine jetzige Situation.
__________________
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