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Alt 26.01.2012, 19:43
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Windsbraut Windsbraut ist offline
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Odins Runenlied

Ich weiß dass ich einst gehangen am Windbaum
neun lange Nächte hindurch,
verwundet vom Speer; geweiht dem Odin,
ich selbst, mir selbst.
Das ahnte keine Seele,
Aus welchen Wurzeln der Baum gewachsen.

Das ist vielleicht ein altes Thema aber beim Lesen bin ich da noch mal drauf gestoßen.
Wenn ich "Windbaum" lese dann denke ich eher an eine Eibe als an eine Eiche. Ist das eigentlich irgendwo belegt, welch eine Art Baum das war?

Das mit dem sich selbst verwunden ist ja eine Art schamanische Selbstkasteiung, durch Schmerz das Ego so weit nach hinten zu schieben so dass die Seele oder die Spiritualität erlebt, verstanden werden kann.

Dass keine Menschenseele ahnt, welcher Baum das war-
kann das heißen, wir sollen es nicht wissen oder
es gibt sie nicht mehr oder ......?
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Alt 26.01.2012, 20:37
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neogermane neogermane ist offline
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Ich kenn nur diese Version...

"Neun Nächte lang, hing ich mir selbst geweiht am Weltenbaum. Am Baum der Ewigkeit. Neun Nächte lang, verwundet mit dem Sperr, fand ich die Runen im schmerz der Wiederkehr."

und diese ist für mich einleuchtender...
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Sei Du selbst, leb nicht verkehrt. Hier hat zwar alles seinen Preis, doch nichts davon hat Wert! Es reicht wenn du eines weißt: Nur Ideale haben keinen Preis

Geändert von neogermane (27.01.2012 um 17:45 Uhr).
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  #3 (permalink)  
Alt 26.01.2012, 22:14
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Windsbraut Windsbraut ist offline
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OK, das könnte des Pudels Kern sein- Welche Version hast du denn?
Diese hier hab ich aus dem Buch Germanische Magie von Gardenstone.
Bei Simrock heist es genau so wie bei Gardenstone, hmm?
Es gibt noch eine Version von Wilhelm Jordan, da steht es genauso, seltsam.
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  #4 (permalink)  
Alt 27.01.2012, 13:49
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WELFING WELFING ist offline
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Auch ich kenne nur die Auslegung, daß der Baum, an dem Odin hing, kein anderer ist als die Weltenesche Yggdrasil.
Auch Lokmine hat mich schon gefragt, welcher Übersetzung der Vorzug zu geben sei.
Ich hatte irgendwo einen sehr guten Beitrag gelesen, in dem die unterschiedlichen Übersetzungen sehr gut analysiert wurden. Ich habe ihn nur noch nicht wiedergefunden.
Das Ergebnis kam mir sehr entgegen, denn zur besseren Entschlüsselung der tatsächlichen Botschaft der Edda ist auch meiner Meinung nach der Worttreue der Aussage in jedem Falle der Vorzug zu geben vor der künstlerischen Übertragung, die Versmaß und Stabreim stärker berücksichtigt.


WELFING
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Alt 27.01.2012, 15:16
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Eiche? Die meisten gehen von der Esche aus. Doch gibt es auch gute Begründungen für die Eibe.
Wenn man das nicht so weiß muss das nicht bedeuten, dass wir das nicht wissen sollen; es könnte auch bedeuten, dass es regionale Unterschiede gab. Der Ort und die Region spielt bei einer Naturreligion immer eine große Rolle und bestimmt die Ausprägungen des Heidentums sicherlich sogar wesentlich.
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  #6 (permalink)  
Alt 27.01.2012, 15:41
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Also ich weiß, dass die Eiche zum Beispiel in den skandinawischen Regionen nicht sehr verbreitet ist.
Ob das mit der Esche auch so ist, hab ich in Schweden nicht so wahrgenommen.
Also was denn nun, Windbaum oder Weltesche?
Und- welche Übersetzung ist denn nun richtiger?

Ich habe zuhause eine Eibe direkt vor meiner Haustür die bis in den 2ten Stock reicht.
Sie ist aber, so wie ich das bei allen Eiben so sehe in meiner Umgebung, so "auseinanderdriftend" im Wachstum dass ich nicht erkennen kann, dass sich da jemand drann hängen könnte.
Vom maximal 1,80m hohen Stamm gehen unendlich viele Äste aus die einen Mann bestimmt nicht halten können.
So stehen hier in der Umgebung viele Eiben.
Also- dann wird er wohl nicht drann gehangen haben.

Die Eschen werden ja sehr hoch und dünn. Da könnt ich mir das eher vorstellen.
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  #7 (permalink)  
Alt 30.01.2012, 23:35
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Draupnir Draupnir ist offline
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Hallo Windsbraut,

du bist mit deinen argumenten weit entvernt , odins selbstopfer welches er in diesem lied darbringt ist nur eine stufe seines pfades der erkenntniss und , runen waren werden und sind , sie kommen mit sicherheit nicht von odin da er sie nach den neun tagen und nächten empfängt, es war sein preis das er an der grenze seines möglichen angelangt war, ein weiteres opfer von wotan ist sein auge welches er als pfand in mimirs born hinterlegt und soweit ich informiert bin auch dort läßt,sehr klever da ein auge völlig ausreichend ist, als tausch darf er einen schluck des wissenwassers trinken,
er unterhält sich auch ab und zu mit mimirs kopf aber das ist eine andere geschichte.

gruß Draupnir
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  #8 (permalink)  
Alt 31.01.2012, 00:14
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Windsbraut Windsbraut ist offline
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Meinst du- die Worte wortwörtlich zu nehmen ist falsch?

Dann ist es also auch unwichtig, dass es ein bestimmter Baum sein soll, der von manchen heute noch als heilig gillt?
In manchen Asatru Vereinen werden eben die Eiche oder Eibe als heilig angesehen.
Missversteh mich nicht,ich finde die Bestimmung des Baumes nicht so wichtig.


Neun der berümtesten Runensprüche
lernt`ich so vom erlauchten Sohne
Jenes Bölthorn, des Vaters der Bestla.
Dann bekam ich zu trinken vom trefflichen Methe,
dem aus der Schale Oderir geschöpften.

Weiß jemand was von Bölthorn und Bestla?
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  #9 (permalink)  
Alt 31.01.2012, 00:35
Benutzerbild von Draupnir
Draupnir Draupnir ist offline
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Hailsa,

es geht wie ihr seht um die Eibe
man nennt ihn auch Totenbaum, Taxenboom,Taxus, Ibe, Kantelbaum, Beereneibe .........
Das immergrüne Eibengewäcks wird bis zu 12m hoch besitzt eine braune borke und unteseits hellgrüne nadelblätter, die Blüten sind gelbkugelig, der Samen ist Blauschwarz mit einer fruchtig roten Hülle ummantelt, außer diesem fruchtigem Samenmantel ist alles an der Eibe STARK GIFTIG, die Eibe erreicht ein stolzes alter von über 2000 Jahren , sie steht auf der roten Liste in der Kategorie "ausgestorben oder verschollen" und " vom aussterben bedroht". Es giebt sie natürlich noch , man sieht sie oft in Friedhöfen und Parkanlagen, in einer etwas kleineren gezüchteten Wucksform, wild ist die Eibe nur noch selten zu sehen und dann vor allem in Gebirgswäldern bis zu höhen von 1200m.
Also wie schon gesagt die Eibe ist STARK GIFTIG grade die Samen.
Vergiftungen mit tödlichem Ausgang sind keine Seltenheit, über die Symthome einer Vergiftung möchte ich hier noch nicht sprechen.
Mythologie und Heilkunde,
also wie gesagt die gesamte Pflanze bis auf den roten Samenmantel, enthält giftige Alkaloide(Taxin,
Miloxin und Ephedrin)sowie das glykosid Taxacatin.
Das homöopathie verwandte Taxin früher als Antispasmodikum, heute gewinnt man aus der #Rinde das Krebsmittel "Taxol" welches seit 1993 in Deutschland zugelassen ist und auch hergestellt wird.
In der Mythologie der Germanen führte der in "Ydalis, den Eibentälern" wohnende Jagtgott "Uller"einen Bogen aus Eibenholz. In der nordischen Mythologie wird oft "Irminsul" mit "YGGDRASIL" verglichen welches natürlich ein und das selbe sind, beide beschreiben den gesamten Kosmos welches auch verkörpert wird.
Meiner Meinung nach handelte es sich nicht um eine Esche sondern um eine Eibe.
Bei den Kelten war er Baum der Druiden, Plinius und Dioskorides bezeichneten die Eibe als Baum des Todes, dessen ausdünstung während der Blütezeit einer unter ihm Schlafenden töten könnte. Meiner ansicht nach kann das nur die Eibe sein. Die Eibe muß bei den Kelten neben der Eiche in höchstem Rang gestanden haben.
Siehe auch die goldene Sichel.

Gruß Draupnir

Geändert von Draupnir (31.01.2012 um 02:26 Uhr).
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  #10 (permalink)  
Alt 31.01.2012, 01:21
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Windsbraut Windsbraut ist offline
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Danke Draupnir!
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